19.11.2017

Dirty Work

Die Fourth Wall Studios kündigen mit „Dirty Work“ eine neue Interactive Transmedia Video Experience ihrer Rides™ Plattform an.

Wenn es darum geht gut unterhalten zu werden, dann waren die Gründer der Fourth Wall Studios mit ihren Ideen und Umsetzungen immer schon ganz vorn dabei. Sie waren schließlich schon 2001 die Urheber des „ersten“ Alternate Reality Games namens „The Beast“, das für den Steven Spielberg Film „A.I.“ inszeniert wurde und damals schon in den USA für Aufsehen sorgte. Im stillen Kämmerlein, oder sollten wir besser sagen: im hauseigenen Thinktank, wurde deswegen an neuen Möglichkeiten der interaktiven Unterhaltung gebastelt, geschraubt, experimentiert und weiterentwickelt. Herausgekommen ist die Interactive Transmedia Video Experience Plattform mit dem klingenden Namen Rides™ – was ein bisschen an die Adrenalin-ausschüttenden Erlebnisse in den Fahrgeschäften eines Freizeitparks erinnert.

Genau diese Erlebnisse versucht die Plattform aber auch hervorzurufen und in Szene zu setzen. Da klingelt aus dem Video heraus plötzlich das eigene Telefon und man ist mit dem Charakter im Film verbunden um bei einer wichtigen Aufgabe zu helfen oder dringende Informationen zu erhalten. An anderer Stelle geht eine eine Mail ein oder man wird über Twitter und Facebook aufgefordert bestimmte Dinge zu erledigen oder im Internet nachzuforschen.

Ein erstes, öffentliches Erlebnis hatten die Fourth Wall Studios dazu bereits im Oktober des letzten Jahres veröffentlicht: Home – A Ghost Story. Es folgte eine Ankündigung an eine Vermischung der zu erzählenden Geschichte direkt mit der Umgebung mit Augmented Reality-Mechanismen. An dieser Vermischung wird allerdings noch weiterhin gewerkelt, auch wenn der Trailer dazu unser Verlangen nach einem solchen Erlebnis noch steigert. Nun gibt es auf der Rides™ Plattform eine Ankündigung für eine weitere Interactive Transmedia Video Experience mit dem Namen Dirty Work.

https://www.youtube.com/watch?v=3ARk2-SgPbo

 

Bei Dirty Work geht es um die schmutzige und nicht immer ganz einfache Arbeit eines Teams, das sich selbst lieber als „Bioremediation Engineers“ bezeichnet. Das klingt natürlich erstmal voll cool, bedeutet aber nichts anderes, als dass die drei immer dann gerufen werden, wenn es einen Tatort zu reinigen gibt. Neben Gehirnmasse und Blut gibt es dabei so einiges zu erleben, was zumindest im Trailer schon sehr ansprechend gestaltet ist und Lust auf mehr macht, denn so sieht richtig gute Erlebnis-Unterhaltung aus. Ob die drei des Aufräum-Kommandos es dabei schaffen werden, ihr eigenes Leben sauber zu halten, werden wir wohl erst im Verlauf der Experience erfahren.

Über Patrick Möller

Patrick Moeller berät Unternehmen, Agenturen und Kreative bei Transmedia Storytelling Projekten, konzipiert letztere zudem auch bis hin zur Umsetzung.
Er ist Gründer und Herausgeber der ARG-Reporter-News, einer Webseite, die über Alternate Reality Games und Transmedia Projekte auf der ganzen Welt berichtet. Zudem ist er Mitbegründer von Transmedia Storytelling Berlin und den imaginary friends.

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  • Peter Kasza

    Aber genau so wie bei Home – a Ghost Story gilt auch bei Dirty Work: Man kann die Story in keiner Weise beeinflussen. Wie twitterte einer so schön auf der MIPCube, als Dirty Work vorgestellt wurde: „What’s the point about interactivity if you can’t influence the story?“ Hier wird Interaktivität der Interaktivität wegen gemacht, nicht der Story wegen. #fail

    • Dirty Work beziehungsweise die Rides-Plattform erscheint mir als erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Deswegen würde ich das nicht gleich als Fail bezeichnen, zumal ich auch die Möglichkeiten bei Dirty Works selbst noch nicht gesehen habe. Interaktivität ist allerdings auch ein sehr weites Feld. In diesem Fall wird es wohl eher die Möglichkeit bezeichnen, dass ich selbst aus der Rolle des Zuschauers hinauswechseln kann und aktiv in die Handlungen mit einbezogen werde, indem ich zum Beispiel Anrufe entgegennehmen, SMS und Emails erhalten und weiterführende Suchen im Internet führen kann, sowie sicher noch einiges mehr. Warum das ganze? Weil es mir dann einen Mehrwehrt liefert, denn diese Art der Interaktivität steigert nicht zuletzt mein persönliches Empfinden oder besser gesagt das Erlebnis neben der Möglichkeit, dass ich durch die zusätzlichen Informationen auch viel tiefer in die Geschichte eintauchen kann als nur durch das Anschauen der Videos. Eine direkte Beeinflussung der Geschichte wird dann sicher in einem nächsten Schritt erfolgen, aber wir sind auf einem guten und richtigen Weg.